Paul D. Hunt
Paul D. Hunt begann seine Laufbahn als Schriftdesigner bei P22 Type Foundry, wo er im Winter 2004 als Praktikant anfing. Anschließend wurde er als Designer und Schriftentwickler eingestellt. Bei P22 konnte Paul die Grundlagen des Schriftdesigns erkunden. Dort experimentierten sie auch mit dem Zeichnen nicht-lateinischer Schriftformen für Kyrillisch und Griechisch und arbeiteten sogar mit Jim Rimmer an einer Schriftart für kanadische Silben. Von diesen Entwürfen wurde die P22 Allyson mit dem Ehrendiplom für exzellentes Schriftdesign von ParaType in deren Designwettbewerb Modern Cyrillic 2009 ausgezeichnet. Bei P22 begann Paul, ein Gespür für gute, interessante Schriftbilder zu entwickeln.
Paul setzte seine Reise in Sachen Schrift an der University of Reading, Großbritannien, fort. Dort sammelten die Studierenden Erfahrungen im Zeichnen von Buchstabenformen für den Textsatz und vertieften ihre Erkundung des nicht-lateinischen Schriftdesigns mit Schwerpunkt auf der Devanagari-Schrift. Sie schlossen ihr Masters-Studium im Frühjahr 2008 ab und erhielten dafür die Auszeichnung „Merit”. Im Januar 2009 trat Paul dem Adobe-Schriftenteam als Schriftdesigner und -entwickler bei und vertiefte seine Fähigkeiten im Zeichnen von Buchstaben und in der Entwicklung nicht-lateinischer Schriften.
Bei Adobe hat Paul die Entwicklung von Schriftfamilien für die 10 wichtigsten Sprachen Indiens geleitet. Im Rahmen dieser Initiative hat er Adobe Gurmukhi entworfen. Außerdem haben sie die ersten Open-Source-Schriftfamilien von Adobe entworfen und entwickelt: Source Sans Pro und Source Code Pro. Sie haben auch die westlichen Schriftkomponenten für Source Han Sans beigesteuert. Paul ist einer von Adobes Vertretern im Unicode-Konsortium und hat in dessen Emoji-Unterausschuss mitgewirkt, wo er sich für eine bessere Vertretung der Geschlechter im Emoji-System einsetzt.